Geschichte

 

Gründung

 

Gemäß dem Verzeichnis der Feuerwehren des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes wurde die Feuerwehr Lappersdorf am 1. Oktober 1873 gegründet. Unsere Feuerwehr ist somit der älteste in Lappersdorf existierende Verein.
 

Seit über 100 Jahren, nämlich seit dem 8. Januar 1899, gibt es Protokolle vom Vereinsleben. Sie sind nahezu lückenlos erhalten. Die älteste erhaltene Mitgliederliste stammt aus dem Jahr 1910.

 

Bild: Foto anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes 1925 (ältestes vorhandenes Foto)

Gesellschaftliche und soziale Entwicklung

Als ältester Verein des Ortes hat die Feuerwehr das gesellschaftliche Leben in Lappersdorf schon immer stark geprägt. Viele Veranstaltungen kamen unter der Initiative oder zumindest Mitwirkung der Feuerwehr zustande.
 

Ein trauriges Jahr in der Vereinsgeschichte war 1936, als ein Erlass verlangte, dass alle Feuerwehren einer politischen Gemeinde zu einer Gemeindefeuerwehr zusammengeführt werden. Da Lappersdorf in dieser Zeit ein Teil der politischen Gemeinde Oppersdorf war, musste sich die Lappersdorfer Feuerwehr der FFW Oppersdorf unterordnen.
 

Aus den Jahren 1939 bis 1946 kam durch die Einberufung vieler Mitglieder die Tätigkeit der Wehr so ziemlich zum Erliegen. Erst 1947 bemühte man sich um das Weiterbestehen der Wehren. Lappersdorf war nun auch wieder selbständig und so fanden sich im Januar 1948 die meisten der früheren Wehrkameraden zur ersten Generalvollversammlung nach dem Krieg. Ab dieser Zeit ging es rasch aufwärts.

 

Gerätehäuser

 

Das erste Gerätehaus der Lappersdorfer Feuerwehr war eine Garage in der Regensburger Straße zwischen den Häusern Nr. 9 und Nr. 15, etwa gegenüber der Metzgerei Schnaus. An einem sehr zentralen Punkt errichtete man auch das zweite Gerätehaus, in dem neben der Ausrüstung für die Mitglieder bald auch das erste Fahrzeug, ein VW-Gerätewagen, untergebracht werden konnte.
 

Als die Gemeinde ihren ersten Bauhof errichtete wurde auf diesem Gelände auch gleich das nächste Feuerwehrhaus für nun bereits drei Fahrzeuge errichtet.
 

Ihr jetziges Zuhause fand die Feuerwehr Ende 1984. Es ist das erste Gebäude, das man richtig als Haus bezeichnen kann. Mit dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 2000 umfasst es neben den Fahrzeughallen einen Werkstattraum, Umkleide- und Sanitärräume und eine Alarm- und Einsatzzentrale. Im Obergeschoss sind Gruppen- und Lehrräume, sowie das Büro des Kommandanten untergebracht. Daneben wurde noch ein Schlauchturm errichtet.

 

Bild: Unser derzeitiges Gerätehaus. Rechts ist der Neubau mit Einsatzzentrale und dahinter
der Schlauchturm zu erkennen.

Entwicklung der technischen Ausrüstung

 

Als Selbsthilfe –Organisation hat die Feuerwehr mit ganz bescheidenen Mitteln begonnen.
 
- 1903 kam es in Lappersdorf zu einem Aufstand der Mannschaft wegen des schlechten Schlauchmaterials.
In diesem Jahr wurden allerdings noch zwei(!) Uniformen zum Preis von je 14 Mark beschafft.
 
- 1922 wurde in Lappersdorf die Wasserleitung gebaut, was zu einer erheblichen Verbesserung des Brandschutzes führte.
 
- 1952 kaufte man die erste Motorspritze.
 
- 1957 war es endlich so weit und das erste selbstfahrende Lappersdorfer Feuerwehrauto ein VW- Bus wurde angeschafft.
 
- 1963 hat sich die Alarmierung wesentlich verbessert, als die Gemeinde sieben Sirenen im Ortsbereich aufstellte.
 
- 1971 wurde ein Ford Transit als Löschstaffelfahrzeug angeschafft. Im Jahre 1987 wurde dieser Ford in einen SW 1000 (Schlauchwagen mit 1000 Meter aneinander gekuppelten Schlauch) umgebaut.
 
- 1979 schaffte die Gemeinde sowohl die ersten Atemschutzgeräte, als auch die ersten drei Funkmelde-Empfänger an.
 
- 1980 wurde das erste Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Lappersdorf angeschafft. Das gebraucht gekaufte Fahrzeug tat bis 1991 in Lappersdorf seinen Dienst und wurde dann an FF Leppersdorf in Sachsen abgegeben.
 
- 1981 wurde der erste ÖSA (Ölschadensanhänger) gebaut.
 
- 1983 schaffte man einen alten VW – Bus an und baute ihn zu einem Einsatzleitwagen um.
 
- 1986 bauten wir unseren zweiten Anhänger, einen LIMA. Der Lichtmast Anhänger wird zum Ausleuchten der Einsatzstellen verwendet.
 
- 1987 investierte die Gemeinde in ein neues Löschgruppenfahrzeug, ein LF 8/2 schwer mit Rettungsschere und Spreizer.

 
- 1988 kauften wir in Zirndorf ein altes LF 16 TS, Marke Magirus, und bauten es in Lappersdorf zu einem HRW also einem Hilfsrüstwagen um. Da Zirndorf so eine Art Ausverkauf veranstaltete, wurde auch noch eine Anhängeleiter AL 18 (18 Meter hoch) angeschafft.
Auch musste der ELW ersetzt werden, ein gebrauchter VW- Bus der Polizei wurde hierzu umgebaut.
 
- 1989 wurde aufgrund der sich häufenden Hochwasser Einsätzen ein Aluminium-Boot mit Aussenbordmotor beschafft.
 
- 1991 schließlich wurde unser vielseitigstes und leistungsfähigstes Fahrzeug gekauft. Es handelt sich um ein TLF 16/25.
 
- 1992 investierte man in einen Verkehrssicherungsanhänger. Auch wurde erneut ein VW-Bus von der Polizei gekauft und von unseren geübten Kräften erneut in einen ELW umgebaut.
 
- 1994 kaufte man in Schwandorf eine gebrauchte Drehleiter DLK 23-12, außerdem erhielten wir vom Bauhof einen ausgemusterten Unimog.
 
- 1995 erstanden wir bei der Feuerwehr Grünthal ein LF 8. Dies wurde in Lappersdorf zu einem „neuen“ Schlauchwagen umgebaut.

- 2002 und 2003 erstand die Feuerwehr Lappersdorf ein gebrauchtes LF 8, das kurzerhand zum Schlauchwagen umgebaut wurde, und den SW 1000 von 1995 ersetzte. Außerdem schaffte sich die Feuerwehr einen neuen Einsatzleitwagen an, der zum größten Teil aus Spenden finanziert wurde.
In der zweiten Jahreshälfte wurde der fast 40jährige Hilfsrüstwagen an einen Oldtimer-Club verkauft, und als Ersatz ein zweites wasserführendes Fahrzeug, ein TLF 16-25, von der Feuerwehr Hauzenberg beschafft. Nun besitzt unsere Feuerwehr zwei Tanklöschfahrzeuge und ist für Einsätze besonders auf der Autobahn gut gerüstet.

 

- Im Frühjahr/Sommer 2008 genehmigte der Marktgemeinderat die Anschaffung eines neuen HLF 20/16. Nach Erhalt des Zuschussantrages im Juli 2008 wurde das Leistungsverzeichnis für das neue Hilfeleistungs-/Löschfahrzeug erstellt und im Oktober ausgegeben. Der voraussichtliche Liefertermin für das Großfahrzeug ist für Frühjahr 2010 geplant.

 

- Im August 2008 genehmigte der Verein die Anschaffung eines neuen Versorgungs-Lastkraftwagens. Nach Durchsicht mehrerer Angebote konnte man sich auf einen 4,6to Ford Transit einigen. Der Lkw wird eine Doppelkabine und einen verlängerten Radstand besitzen. Zudem ist am Heck des Fahrzeuges eine 750kg-Hubbühne vorgesehen, um diverse Rollcontainer und Schlauchwagen einfach zu verlasten. Liefertermin ist um Weihnachten 2008 geplant.